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Conference papers

Traditions orales et rapports de pouvoir chez les Songhay-Zarma du Niger

Résumé : In der Gesellschaft der Zarma beherrschen zum einen die Männer die Frauen, zum andern die Adligen die Sklaven und die "jasare" (Griots, Genealogien und Historiker). Diese Herrschaftsbeziehung sind daran erkennbar, dass der Sprache der Herrschenden grosses Gewicht beigemessen, die Sprache der Beherrschen aber geringgeschätzt wird. Die adlingen Männer sind "Herren der täglichen Sprache", aber nicht der mündlichen Literatur : sie besitzen im Gegensatz zu den Frauen und den "jasare" keine Ausdrucksweise, die ihnen eigentümlich ist. Was sagt uns diese Aufteilung der diskursiven Gattungen über die Gesellschaft und über die Verhältnisse zwischen Herrschenden und Beherrschten ? Durch die Analyse zweier Gattungen - des Aufrufs der Ahnen, der von den "jasare" formuliert wird, und der Sprichwörter und Lieder, welche die Frauen während einer polygamen Heirat singen - sieht man. dass die Beherrschten Vorteil aus diesem von den Herrschenden erlauben Sprachraum ziehen, um ihre Bewegungen oder ihre Forderungen auszudrücken.
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https://halshs.archives-ouvertes.fr/halshs-00338238
Contributor : Sandra Bornand <>
Submitted on : Wednesday, November 12, 2008 - 1:14:38 PM
Last modification on : Friday, March 27, 2020 - 2:58:29 AM

Identifiers

  • HAL Id : halshs-00338238, version 1

Citation

Sandra Bornand. Traditions orales et rapports de pouvoir chez les Songhay-Zarma du Niger. Traditions orales et rapports de pouvoir chez les Songhay-Zarma du Niger, Oct 2004, Neuchâtel, Suisse. pp.203-218. ⟨halshs-00338238⟩

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